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Kristoff Both, Direktor des Club de Golf Alcanada

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ibeconomia.com - martes, 26 de marzo 2019 | 10:56 Hrs.

Wie begeht ihr euer 15-jähriges Jubiläum, Kristoff?

Das Niveau eines Golfplatzes wie des unsrigen zu halten, erfordert von uns einen ständigen Prozess der Verbesserung. Wir haben nie aufgehört, Veränderungen in Angriff zu nehmen, die das Erlebnisangebot unserer Gäste verbessern, aber in diesem Jahr führen wir eine groß angelegte Umgestaltung durch. Wir werden den Pro-Shop neu gestalten, wobei wir den bisherigen Charakter beibehalten wollen und zwei grundlegende Verbesserungen vorgesehen sind. An erster Stelle werden wir den Zugang selbst repräsentativer gestalten (gegenwärtig gelangt man durch den Caddie Master-Bereich zum Pro-Shop). Indem wir auch Fußböden und Mobiliar erneuern, geben wir dem Pro-Shop ein funktionelleres Design und machen das Kaufen so für unsere Gäste angenehmer.
Andererseits führen wir eine vollständige Neugestaltung der 18 Greens des Golfplatzes durch. Alcanada stand immer schon für schnelle und anspruchsvolle Greens. In den letzten zwei Jahren haben wir allerdings durch die Auswertung der Erfahrungen unserer Gäste festgestellt, dass es bei diesem Aspekt ein wenig bergab ging. Aus diesem Grund beschlossen wir diese umfassende Neugestaltung, damit die Greens auch weiterhin das besondere Erkennungszeichen von Alcanada Golf bleiben. Bei dieser Gelegenheit werden wir auch gleich den Sand in den Bunkern auswechseln. Und dazu kommen noch die Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten für das 4 km lange Leitungsnetz der Bewässerungsanlage.

Eine große Investition, nach dem, was Sie uns erzählen…

Genau, diese Investition beläuft sich auf rund 800.000 Euro. Auf dem Golfplatz von Alcanada hören wir ja nie auf, in die Instandhaltung unserer Anlagen zu investieren, damit diese immer in einwandfreiem Zustand sind. Aber bei dieser Investition handelt es sich um eine der bedeutendsten, die seit unserer Gründung durchgeführt wurden.
Sie bedeutet uns sehr viel und um sie auf die bestmögliche Art und Weise durchführen zu können, hielten wir es für angebrachter, den Platz vom 1. Dezember bis zum 28. Februar 2019 zu schließen. Alles in allem eine Herausforderung. Auf einigen der bedeutendsten Golfplätze wurden solche Aktionen in mehreren Etappen umgesetzt und wir machen alles auf einmal. Im Jahr 2019 also können dann die Golfspieler die Umgestaltungen bewerten und sich wieder auf den Greens bewähren, die ihnen höchste Spielraffinesse abverlangen.

Unseren Glückwunsch, Kristoff, euer Bemühen zur Erhaltung der Erstklassigkeit und auch eure Fürsorge für die Umgebung ist anerkennenswert. Wir haben in diesem Zusammenhang erfahren, dass ihr einen Leitfaden über die Flora und Fauna des Golfplatzes herausgegeben habt.

Im Rahmen unseres Plans zur Instandhaltung überprüfen und verbessern wir jedes Jahr die Zufahrten und Wege, Wildbäche, Trockensteinmauern, den Baumbeschnitt, Schädlingsbekämpfung… auf unserem Platz und auch auf den angrenzenden Flächen, obwohl diese nicht unserer Zuständigkeit unterstehen. Wir vom Club de Golf Alcanada haben verstanden, dass der Schutz der Umgebung untrennbar mit unserer Aktivität verbunden ist und damit auch Werte wie Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.
In dieser Richtung verstehen wir auch, dass ein Überblick über verschiedene Tier- und Pflanzenarten, die auf unserem Platz heimisch sind, in einem Leitfaden von höchstem Interesse ist. Dafür beauftragten wir Martín Rebassa, Biologe und Ornithologe des Naturschutzgebietes Albufera, der eine hervorragende Arbeit leistete. Der Leitfaden ist in unserem Geschäft verfügbar und erfreut sich reger Nachfrage.

Wir haben gesehen, dass all eure Buggies mit Solarantrieb ausgestattet sind.

Das ist richtig, in diesem Jahr 2018 haben wir bei allen Fahrzeugen, die auf dem Platz unterwegs sind, Solarenergie eingeführt. Auf Mallorca haben wir so viele Sonnenstunden und es handelte sich dabei um ein Vorhaben, das wir schon seit einiger Zeit verfolgten.
Neben dem niedrigen Energieverbrauch halten auch die Batterien ein paar Jahre länger. In unserer Organisation messen wir Nachhaltigkeit höchsten Wert bei. Wir sind der Meinung, dass es die Golfplätze selbst sind, die allerhöchstes Interesse an ökologischen Werten haben (und so ist es normalerweise auch).

Kann es sein, dass diese Nachricht bei der Gesellschaft noch nicht angekommen ist?

Ja. Ich denke, dass wir uns zu sehr auf die Kommunikation mit den Leuten, die Golf spielen, konzentrieren und Informationen in geeigneter Form an die Gesellschaft im Allgemeinen vernachlässigen. Die Spieler sind sich der Bemühungen, die auf den Golfplätzen in Sachen Umweltschutz unternommen werden, bewusst. Diejenigen, die nicht Golf spielen, vielleicht nicht.
In anderen Ländern der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ist man uns in dieser Hinsicht um Jahre voraus.
Das und das Teilen unserer diesbezüglichen Erfahrungen mit unseren Kollegen (die wir nicht als Konkurrenz sehen sollten) sind ohne jeden Zweifel zwei Umstände, über die man nachdenken sollte. Als Beispiel dafür möchte ich die großartige Arbeit der Vereinigung der Golfplatz-Direktoren anführen, von der, neben anderen Initiativen, ein Buch „Bewährte Praktiken“ herausgegeben wurde. Gemeinsam schaffen wir mehr.

In Bezug auf die Balearen, wie schätzen Sie den Stand unseres Sports ein?

In sportlicher Hinsicht, ausgezeichnet. Im Profi-Bereich verfügen wir über Spielerinnen wie Luna Sobrón und Nuria Iturrios, die zur Elite des Golfs zählen. Bei den Amateuren leistet der Golfverband der Balearen großartige Arbeit. Ebenso die Golfschulen der Golfplätze. Der Golfsport der Balearen gehört zu den Besten in unserem Land. Vielleicht fehlt meiner Meinung nach mehr Einbeziehung des Golfsports in das Schulsystem, auch wenn es schon einige Aktionen wie „Golf in den Schulen“ gab. Das ist ein weiterer Aspekt, in dem wir im Vergleich mit Europa ein wenig hinterherhinken.



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