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Gabriel Escarrer (Meliá Hotels International): “Unternehmer sind eine Schlüsselkomponente für eine erfolgreiche Gesellschaft“

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ibwirtschaft.com - martes, 1 de agosto 2017 | 6:00 Hrs.

Im Alter von 4 Jahren zog Gabriel Escarrer mit seiner Familie von Porreras in die Inselhauptstadt Palma und hatte die Chance, in der Umgebung grosser und bekannter Hotels aufzuwachsen. Aufgrund seines grossen Interesses für die Tourismusbranche, beschloss er bereits im Alter von 17 Jahren, sich ganz dem Tourismussektor zu widmen.

Gabriel Escarrer (Porreras, 1935) konzentrierte all seine Aufmerksamkeit in ein Geschäft, das sehr bald seine Leidenschaft wurde: Der Tourismus

Gabriel Escarrer begann in der alten Thomas Cook-Agentur in Palma zu arbeiten, “wo ich die Geschäftsgrundlagen lernen und alle Sprachen sprechen konnte, die ich vorher gelernt hatte. Nach und nach erkannte ich, dass ich mich selbständig machen und meine eigene Firma gründen wollte. Und überzeugte meine Eltern, mich zu unterstützen. Ich war 21 Jahre alt und hatte sehr wenig an Erfahrung zu bieten. Deshalb habe ich meine Eltern dazu genötigt, sich auf mich und auf mein Projekt zu verlassen. Ich habe meine Eltern nie enttäuscht “.

Voller Hoffnung und mit grosser Beharrlichkeit konnte Gabriel Escarrer seine Träume erfüllen und gründete eines der wichtigsten und bekanntesten Tourismusunternehmen weltweit: Meliá Hotels International. “Meine Anfänge mögen ein bisschen romantisch klingen, aber ich kann versichern, dass alles wirklich hart war, obwohl ich von einigen Leuten unterstützt wurde. Es war ziemlich schwer, das Vertrauen der Bank zu gewinnen, um unsere Projekte zu finanzieren. Ich persönlich denke, dass meine Hartnäckigkeit und das Vertrauen in mich selbst mir viel geholfen haben”.

Ständig um Verbesserung und Innovation bemüht, erklärt der Unternehmer: “Ich hatte nie einen Zeitplan, wir mussten viele Löhne zahlen und deshalb musste ich den ganzen Tag arbeiten. Auch die Nächte waren unruhig. ”

Bis 1984 hielt Gabriel Escarrer sein Unternehmen auf nationaler Ebene. Doch in diesem Jahr erfolgte ein weiterer grosser Schritt:  Meliá präsentierte sich mit der Eröffnung des „Meliá Bali“ in Indonesien erstmals auf internationaler Ebene. Heute beschreibt er diese Erfahrung als ein “wahres Wagnis” an dass „es viele Erinnerungen und die eine oder andere Anekdote gibt.“

Bali öffnete den Weg zu einer neuen Art von Zielen. Die neuen Destinationen hiessen Karibik, Mexiko und die Dominikanische Republik. Im Jahr 1990 wurde das erste Meliá Hotel auf Kuba eröffnet. Das Unternehmen war die erste internationale Hotelkette, die ein kubanisches Hotel verwaltete. “Unser Eintritt in Kuba war ebenfalls eine wichtige Investition, und obwohl viele Leute uns für verrückt erklärten, wissen wir heute, dass wir genau das Richtige getan haben.

Nachdem wir die Marktführer der Sparte Hotels & Resorts waren, machten wir einen weiteren Schritt mit dem Aufbau unserer Stadthotels in den wichtigsten europäischen Städten: London, Paris, Berlin, etc. Bis heute haben wir nicht aufgehört zu wachsen. Es gibt uns bereits in 44 Ländern und wir erschliessen auch weiterhin neue Märkte.”

Gabriel Escarrer zögert nicht, über den Schlüssel zum Erfolg zu sprechen. “Meiner Meinung nach ist es die Tatsache, dass ich eine gute Basis habe, die auf vertrauten und starken Werten basiert, sowie eine Vision, deren Hauptzweck es ist, für die Aktionäre und für die Gesellschaft auf lange Sicht einen Wert zu schaffen. Das hat unsere Strategie beeinflusst und hat uns auch stärker gemacht.“

Der Unternehmer ist derjenige, der das Risiko mit dem Ziel übernimmt, Reichtum und Beschäftigung zu schaffen. Unternehmer sind nicht nur nützlich, sondern auch die Schlüsselkomponenten, um unsere Gesellschaft erfolgreich zu machen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Ihnen garantieren, dass eine Gesellschaft so wertvoll ist, wie ihre Unternehmer.“

Gabriel Escarrer hat sein Leben seiner eigenen Arbeit, seiner Familie und seiner Leidenschaft, dem Tourismus, gewidmet. Er hält sich für einen glücklichen Mann: “Meine Familie und ich sind sehr glücklich in unserem Berufsleben. Aber das Glück kommt nicht zu einem, man muss es suchen und hart dafür arbeiten“

 

Auszüge des Interviews veröffentlicht in “Empresarios con Valor”

 ©Antonio Travería
 ©Mª José Merino

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