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Deutsche Bank verkauft globales Trust-Geschäft (exkl. US) an Butterfield

Die Deutsche Bank (XETRA: DBKGn.DE/NYSE: DB) bereitet den Verkauf ihrer Geschäftseinheit Global Trust Solutions (GTS) an „The Bank of N.T. Butterfield & Son Limited“ (Butterfield) (NYSE: NTB | BSX: NTB.BH) vor.

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ibeconomia.com - miércoles, 25 de octubre 2017 | 11:41 Hrs.

Die Einheit GTS betreibt das Geschäft mit sogenannten „Trusts“ nach angelsächsischem Recht. Ausgenommen vom Verkauf ist das Geschäft in den USA, dort bleibt es ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts mit Vermögenskunden („Wealth Management“) der Deutschen Bank. Weitere Einzelheiten zum vereinbarten Verkauf werden nicht veröffentlicht.

Im Falle eines positiven Bescheids durch die zuständigen Behörden plant Butterfield, das komplette Geschäftsportfolio von GTS zu übernehmen – etwa 1000 Trusts für rund 900 Privatkunden. Butterfield wird allen GTS-Mitarbeitern auf den Cayman Inseln, Guernsey, der Schweiz, Singapur und Mauritius eine Weiterbeschäftigung anbieten, um den Kunden Kontinuität zu bieten.

Butterfield wird mit der Deutschen Bank zusammenarbeiten, um den Kunden der Deutschen Bank weiterhin Trusts anzubieten. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein, ihre behördliche Genehmigung steht jedoch noch aus und unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen.

„Butterfield ist eine bekannte Größe im Geschäft mit Trusts. Wir freuen uns darauf, unseren Kunden gemeinsam mit diesem und anderen Anbietern ein breiteres Angebot mit Trusts bieten zu können. Der Verkauf von GTS ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem strategischen Ziel, unser Geschäft zu vereinfachen und unser Geschäft mit Vermögenskunden in unseren Kernmärkten auszubauen“, sagte Fabrizio Campelli, Leiter des Geschäfts mit Vermögenskunden bei der Deutschen Bank.

Die Deutsche Bank hatte im Juni angekündigt, ihr Wealth Management personell und technisch aufzustocken: In stark wachsenden Märkten werden etwa 100 neue Mitarbeiter für den Kundenkontakt eingestellt, außerdem wird die Digitalisierung vorangetrieben.

Etwa die Hälfte der neuen Mitarbeiter wird in der Region Asien-Pazifik eingestellt, wo das Geschäft mit sehr vermögenden Privatkunden ausgebaut werden soll, sogenannten „High Net Worth Individuals“. Die andere Hälfte teilt sich auf in Kundenbetreuer für unternehmerisch tätige Vermögenskunden in den USA sowie „Ultra High Net Worth Individuals“ in Großbritannien, dem Nahen Osten und weiteren Teilen der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika).

Außerdem investiert die Bank 65 Millionen Euro in digitale Technik für ihre Vermögenskunden. Dazu gehört, dass Kunden die Anlageinformationen des Unternehmens ihrem individuellem Bedarf entsprechend abrufen und den Stand ihres Anlageportfolios überprüfen können.

Butterfield bietet vermögenden Kunden aus aller Welt seit mehr als 80 Jahren Trusts und treuhänderische Dienstleistungen an. Zu seinem mehrfach ausgezeichneten Geschäft mit Trusts gehören 200 Mitarbeiter auf den Bahamas, Bermudas, den Cayman Inseln, Guernsey und der Schweiz. Sie bieten den Kunden Nachfolge- und Nachlassplanung an, die effiziente Koordination von Familienangelegenheiten, die Verwaltung komplexer Holding-Strukturen für verschiedene Vermögenswerte. Butterfield verwaltete mit seinem Geschäft per 30. Juni 2017 Vermögen in Höhe von 95,2 Milliarden US-Dollar.

„Trusts gehören zu unserem Kerngeschäft. Indem wir GTS von der Deutschen Bank kaufen, vergrößern wir unseren Marktanteil und unsere Expertise in der Schweiz, Guernsey und den Cayman Inseln. Wir werden dadurch auch in Asien präsent sein – einem Wachstumsmarkt für Butterfield. Wir heißen die Kunden und Mitarbeiter von GTS bei Butterfield willkommen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Deutsche Bank Wealth Management“, sagte Michael Collins, Chairman und Chief Executive Officer von Butterfield.


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