Die Kolumne

Neubetrachtung der Ökosteuer: Noch immer zu viele Fragezeichen

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ibwirtschaft.com - domingo, 26 de marzo 2017 | 7:00 Hrs.

Diese Woche wurden die ersten Schritte unternommen, um die Projekte, die durch die umstrittene “Steuer für nachhaltigen Tourismus” der gegenwärtigen Regierung finanziert werden, umzusetzen. Die Erhebung der Steuer begann am 1. Juli das 2016 und laut Prognose sollte sie das BIP der Balearen um 16 Millionen Euro anheben.

Die Steuer für nachhaltigen Tourismus – häufig als Ökosteuer bezeichnet – sieht vor, dass jeder Tourist, der Mallorca und die Nachbarinseln in der Hauptsaison zwischen 1. Mai und 31. Oktober besucht, zwischen 0,5 und 2 Euro pro Tag, je nach Art und Kategorie der Unterkunft, zahlen muss. Während der übrigen Zeit des Jahres, wird die Steuer um die Hälfte reduziert.

Alle Kinder unter 17 Jahren, Besucher, die ihre Reise über Imserso (Institut für ältere Menschen und soziale Dienste) oder ähnliche Dienste gebucht haben und Bürger, die aus gesundheitlichen Gründen die Balearen besuchen, sind von der Öko-Steuer befreit. Dies gilt allerdings nicht für Inlandstouristen.

Es scheint etwas widersprüchlich, dass die Hotels der Balearen den Bürgern des Landes Arbeitsplätze bieten und diese die „Kurtaxe“ zahlen müssen. Könnten die Bürger Madrids sich beispielsweise vorstellen, extra bezahlen zu müssen, um ein Wochenende in den Bergen zu genießen?

Und wie steht mit den Mietern von Ferienwohnungen? Dass die Eigentümer die Steuer übernehmen ist nicht gesichert und der Endbenutzer ist häufig unbekannt. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Steuer in vielen Fällen untergraben wird.

Werden tatsächlich nur Projekte mit nachhaltigem Charakter durch die Ökosteuer finanziert? Und wer entscheidet, welches Projekt das Prädikat „nachhaltig“ verdient, und welches nicht?

Diese und viele weitere Fragen kursieren rund um die Tourismussteuer. Fest steht: Wir brauchen mehr Regulierung und Transparenz bei der Durchführung und Verwaltung der noch jungen Steuer für nachhaltigen Tourismus.

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